BAM Team Ladenburg · Biodiversität-Analyse & Monitoring · Citizen Science
Akustisches Vogelstimmen­monitoring
Bienenstand Ladenburg
2024 und 2025
Gesamtbericht · Ergebnisse, Trends und ökologische Interpretation
eines zweijährigen automatisierten KI-Monitorings
Kurzfassung: Am Bienenstand Ladenburg (Neckar, Baden-Württemberg) wurden in den Jahren 2024 und 2025 mittels automatischer KI-Vogelstimmenerkennung (BirdNET-Pi) insgesamt 1.014.722 akustische Nachweise aus 138 Vogelarten erfasst. Die Station lief mit einer Verfügbarkeit von 99,6% nahezu unterbrechungsfrei. Ornithologische Highlights umfassen die Erstankunft der Nachtigall elf Tage früher in 2025, den Erstnachweis des Waldkauzes, den dramatischen Rückgang der Klappergrasmücke sowie die Erfassung von 17 Rote-Liste-Arten. Alle Metriken werden im Kontext methodischer Einschränkungen akustischer Erfassungen interpretiert.
Standort Bienenstand Ladenburg, Neckar · 49,4747 N · 8,6267 E
Methode BirdNET-Pi · Automatische KI-Vogelstimmenerkennung
KI-Modell BirdNET_GLOBAL_6K_V2.4_Model_FP16
Zeitraum 1. Januar 2024 – 31. Dezember 2025
Live-Station app.birdweather.com/stations/1191
Kontakt Carsten Ambros, Ladenburg · webmaster@bam-team-ladenburg.de
Erstellt Juli 2026 · bam-team-ladenburg.de
Inhaltsverzeichnis
1. Methodik und Stationsbeschreibung2
1.1 Hardware und Software2
1.2 Methodische Einschränkungen2
2. Gesamtergebnisse 2024 und 20252
2.1 Kennzahlen im Überblick2
2.2 Tagesrhythmus und Saisonalität3
3. Artenspektrum und Häufigkeiten3
3.1 Dominante Arten3
3.2 Phänologie und Zuggeschehen3
3.3 Rote-Liste-Arten3
4. Biodiversitätsmetriken4
5. Ökologische Trends und Besonderheiten4
5.1 Besorgniserregende Entwicklungen4
5.2 Positive Signale4
5.3 Wetter- und Umweltkorrelationen5
6. Ausblick 20265
7. Fazit5

1. Methodik und Stationsbeschreibung

1.1 Hardware und Software

Die Erfassungsstation am Bienenstand Ladenburg besteht aus einem Raspberry Pi 3B+ mit der Open-Source-Software BirdNET-Pi (github.com/Nachtzuster/BirdNET-Pi), einem omnidirektionalen Mikrofon BOYA BY-LM40 sowie einer autarken Energieversorgung aus einem Solarpanel (enjoy solar PERC Mono 100W) und einer Powerstation (CTECHi GT200Pro, 320 Wh). Die Datenübertragung erfolgt über einen 4G-WLAN-Router (TP-Link M7350) an die BirdWeather-Plattform (Station #1191). Die KI-gestützte Arterkennung basiert auf dem Modell BirdNET_GLOBAL_6K_V2.4_Model_FP16, das über 6.000 Vogelarten weltweit erkennt.

Die Station erfasst kontinuierlich rund um die Uhr. Jeder Nachweis umfasst Art, Datum, Uhrzeit und einen KI-Konfidenzwert (0–1). In die Auswertung einbezogen wurden nur Nachweise mit einer Mindestkonfidenz von 0,7. Beide Jahresdatensätze wurden manuell validiert und auf Vollständigkeit geprüft.

1.2 Methodische Einschränkungen

Wichtiger Hinweis: Alle Nachweiszahlen repräsentieren akustische Detektionshäufigkeiten, nicht Individuenzählungen. Ein singendes Individuum direkt am Mikrofon kann Tausende von Nachweisen pro Tag erzeugen. Angaben wie „Art X hat zugenommen" beziehen sich stets auf die akustische Aktivität am Standort, nicht zwingend auf Bestandsveränderungen. Das eingesetzte Modell (BirdNET_GLOBAL_6K_V2.4_Model_FP16, Stand 2023) blieb über den gesamten Zeitraum 2024–2025 unverändert; der Anstieg des ≥0,9-Konfidenzanteils von 34,6% auf 42,2% ist kein Software-Effekt, sondern ein Artefakt der Nachtigall-Dominanz 2025 in Kombination mit saisonaler Verschiebung (placebogetestet, siehe Datenbasis-Dokumentation).
Occurrence-Filter: BirdNET filtert Detektionen zusätzlich über einen eBird Occurrence Frequency Threshold (Standardwert 0,03 an dieser Station) – eine Art wird nur erkannt, wenn sie laut historischen eBird-Meldedaten für Ort und Kalenderwoche auf mindestens 3% der Checklisten erscheint. Bei regional seltenen, aber real anwesenden Arten kann dies dazu führen, dass korrekte Rufe außerhalb der eBird-typischen Zeitfenster einer ähnlich klingenden, häufigeren Art zugeordnet werden. Ein ausführlich dokumentierter Beispielfall (Nebelkrähe/Rabenkrähe) findet sich in der Hybridforschungs-Auswertung.

2. Gesamtergebnisse 2024 und 2025

2.1 Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2024 2025 Δ
Gesamtnachweise492.365522.357+6,1%
Erfasste Vogelarten119132+13
Arten in beiden Jahren113
Neuarten 202519+19
Nur 2024 erfasst6−6
Ø KI-Konfidenz0,8520,867+1,8%
Offline-Tage12+1
Stationsverfügbarkeit99,7%99,5%
Stärkster MonatMai (70.702 NW)Mai (110.128 NW)+55,7%
Nachtanteil (0–4 Uhr)4,1%11,4%+7,3 PP

Die Station zeigte in beiden Jahren eine außergewöhnliche Betriebsstabilität. Bei insgesamt 730 Erfassungstagen gab es lediglich drei Offline-Tage (1 in 2024, 2 in 2025), was einer Gesamtverfügbarkeit von 99,6% entspricht. Die Gesamtzahl der Nachweise stieg von 2024 auf 2025 um 6,1%, die Artenzahl um 13 Arten. Besonders auffällig ist die nahezu Verdreifachung des Nachtanteils, die auf die akustische Dominanz der Nachtigall sowie den Erstnachweis des Waldkauzes zurückzuführen ist.

2.2 Tagesrhythmus und Saisonalität

Das akustische Aktivitätsprofil beider Jahre zeigt einen ausgeprägten Morgenchor zwischen 6 und 9 Uhr mit einem absoluten Maximum von 43.440 Nachweisen in der Stunde 7 Uhr im Mai 2025. Der Tagesgang ist typisch für mitteleuropäische Singvogelgemeinschaften mit zwei Aktivitätsgipfeln (Morgen und Abend) und einem Aktivitätstal zwischen 13 und 16 Uhr. 2025 weicht durch die Nachtigall erheblich ab: Die Stunden 0–4 Uhr zeigen im Mai und Juni orangerote Werte im Radar-Farbschema, die einem akustischen Nachtbetrieb entsprechen, der in dieser Intensität 2024 nicht vorhanden war.

3. Artenspektrum und Häufigkeiten

3.1 Dominante Arten

Art 2024 2025 Trend
Nachtigall (Luscinia megarhynchos)48.981156.529+220%
Elster (Pica pica)57.20763.070+10%
Kohlmeise (Parus major)62.33650.733−19%
Amsel (Turdus merula)48.84841.801−14%
Blaumeise (Cyanistes caeruleus)46.92028.068−40%
Ringeltaube (Columba palumbus)29.20932.495+11%
Rotkehlchen (Erithacus rubecula)33.38826.708−20%
Zilpzalp (Phylloscopus collybita)28.92123.361−19%

Die dominierende Stellung der Nachtigall in 2025 ist das prägende Merkmal des Jahres. Mit 156.529 Nachweisen – entsprechend 30% aller Jahreserfassungen – entstand eine akustische Monokultur im Frühjahr. Ein Brutpaar hatte sich direkt im Wirkungsbereich des Mikrofons angesiedelt und erzielte am aktivsten Tag (25. April) 6.940 Nachweise. Im Vergleich: Die dominante Art in 2024 war die Kohlmeise mit lediglich 12,7% Jahresanteil.

3.2 Phänologie und Zuggeschehen

Ein zentraler Befund der phänologischen Auswertung ist die frühere Ankunft der Nachtigall in 2025: Der Erstnachweis erfolgte am 26. März (14:34 Uhr, Konfidenz 0,959) gegenüber dem 6. April in 2024 – ein Unterschied von elf Tagen, der mit dem milderen Vorfrühling 2025 im Rheingraben korreliert. Weitere phänologische Highlights:

Frühzug 2025: Bergfink-Einflug im März (45 Nachweise), Mönchsgrasmücke ab Ende März – beide früher als in 2024. Waldkauz erstmals im Dezember 2025 (42 Nachweise, ausschließlich nachts).
Herbstzug 2024: Rotkehlchen und Singdrossel zeigten im September/Oktober 2024 bei 6–7 Uhr einen ausgeprägten Herbstchor (Hotspot in der Wetterkarte), der 2025 deutlich schwächer ausfiel (Singdrossel −68%).

Besonders auffällig ist das vollständige Ausbleiben des Teichrohrsängers im Brutmonat Juni 2025: 2024 wurden 92 Nachweise im Juni registriert, 2025 kein einziger. Da die Art strikt an Schilf gebunden ist, liegt ein lokaler Habitatverlust (Veränderung des Röhrichtgürtels am Standort) nahe.

3.3 Rote-Liste-Arten

Im Zweijahres-Datensatz wurden insgesamt 17 Rote-Liste-Arten erfasst, was einem Anteil von 12,3% aller nachgewiesenen Arten entspricht:

ArtRL-StatusNW 2024NW 2025
Feldlerche (Alauda arvensis)Kat. 110.877604
Grauammer (Emberiza calandra)Kat. 110
Wiesenpieper (Anthus pratensis)Kat. 2465320
Kiebitz (Vanellus vanellus)Kat. 2615
Bekassine (Gallinago gallinago)Kat. 24538
Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)V18.56413.729
Mauersegler (Apus apus)V422455
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)V209553
Turteltaube (Streptopelia turtur)V423

Die hohen Feldlerchenzahlen in 2024 (10.877 NW) sind auf einen starken Frühjahrszug zurückzuführen, nicht auf eine Brutpopulation am Standort. Das starke Absinken auf 604 NW in 2025 deutet auf einen anderen Zugkorridor in 2025 hin. Positiv hervorzuheben ist der Anstieg bei Rauchschwalbe (+165%) und Turteltaube (+475%) in 2025.

4. Biodiversitätsmetriken

Metrik Formel 2024 2025 Δ Interpretation
Shannon H'−Σ pᵢ·ln(pᵢ)2,9232,565−0,358Rückgang durch Nachtigall-Dominanz
Pielou J'H'/ln(S)0,6120,525−0,087Sinkende Gleichmäßigkeit
Hill N1e^H'18,613,0−5,6Effektive Artenzahl (Shannon)
Hill N21/Σpᵢ²13,37,4−5,9Effektive Artenzahl (Simpson)
Berger-Parkern_max/N12,7%30,0%+17,3 PPDominanz der häufigsten Art

Der scheinbare Rückgang aller Diversitätsmetriken von 2024 auf 2025 ist methodisch bedingt und biologisch nicht alarmierend. Die monatliche Auflösung belegt dies eindeutig: Allein der Mai 2025 weist H' = 1,137 und J' = 0,266 auf, weil die Nachtigall 75,8% aller Mai-Nachweise auf sich vereint. In den Monaten ohne Nachtigall-Dominanz (Juli bis Dezember) liegen H' und J' in beiden Jahren auf vergleichbarem Niveau; Oktober und Dezember 2025 übertreffen 2024 sogar.

Methodischer Befund: Die Jahres-Diversitätsmetriken eignen sich bei Vorhandensein eines akustisch dominanten Brutpaars direkt am Mikrofon nicht für einen direkten Jahresvergleich. Empfohlen wird die monatsgereinigte Analyse (Ausschluss der Nachtigall-dominierten Monate Mai/Juni) oder die separate Auswertung nach Saisonen.

Positiv hervorzuheben ist der Dezember 2025 mit dem höchsten H'-Wert des gesamten Zwei-Jahres-Datensatzes (H' = 2,610, 85 Arten). Die Vielzahl an Wintergästen und Durchzüglern – Waldkauz, Weißwangengans, Singschwan, Merlin – erzeugte eine ausgeglichene Wintergemeinschaft, die biologisch plausibel und als positives Signal zu interpretieren ist.

5. Ökologische Trends und Besonderheiten

5.1 Besorgniserregende Entwicklungen

Klappergrasmücke (Sylvia curruca) – Vorwarnliste: Von 11.447 Nachweisen (2024, Rekordjahr) auf 271 (2025) und 98 in Q1+Q2 2026. Ein Dreijähres-Einbruch von 99% ist unabhängig von Mikrofoneffekten und könnte einen tatsächlichen lokalen Bestandsrückgang widerspiegeln. Diese Art verdient in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit.
Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) – kein RL-Status, aber lokal besorgniserregend: Von 453 Nachweisen (2024) auf null im Brutmonat Juni 2025. Als strikter Schilfbrüter ist die Art auf intakten Röhrichtgürtel angewiesen. Eine Feldkontrolle des Standortumfelds auf Veränderungen des Schilf-Habitats wird empfohlen.

5.2 Positive Signale

Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) – Vorwarnliste: Konsistenter Dreijahres-Aufwärtstrend: 2.115 (2024) → 4.545 (2025) → 10.432 NW (Q1+Q2 2026). Graduelles, nicht sprunghaftes Wachstum – kein Mikrofoneffekt. Mögliche Bestandszunahme im Umfeld des Bienenstands.
Kolkrabe (Corvus corax) – Bestandsausbreitung: Erstregelmäßige Herbstpräsenz 2025 (September: 38 NW, Oktober: 13 NW). Über mehrere Wochen kontinuierlich nachgewiesen – kein Einzelereignis. Dokumentiert die aktuelle Bestandsausbreitung des Kolkraben im Rheingraben in Echtzeit.
Waldkauz (Strix aluco) – Erstnachweis: 2024 vollständig absent (null Nachweise in 366 Tagen). Im Dezember 2025 mit 42 Rufnachweisen erstmals erfasst, ausschließlich zwischen 21 und 4 Uhr. Hinweis auf eine mögliche Revieretablierung im Umfeld des Erfassungsstandorts.

5.3 Wetter- und Umweltkorrelationen

Die Wetterkarten-Darstellung (Stunde × Monat) zeigt mehrere statistisch auffällige Korrelationen zwischen meteorologischen Ereignissen und der akustischen Erfassungsrate:

EreignisZeitraumAuswirkung
Kältewelle Baden-WürttembergJanuar 2026Aktivität 241–563 NW/Tag statt ~1.100 (Median)
Eisheilige (Mamertus–Kalte Sophie)11.–15. Mai 2026Einbruch auf 350–467 NW/Tag; taggenau korreliert mit DWD-Daten. Stärkste Wetter-Korrelation im Datensatz.
Frühjahr 2025 (milder Vorfrühling)März 2025Nachtigall-Erstankunft 11 Tage früher als 2024
Herbst 2024Sep–Okt 2024Intensiver Herbstchor Rotkehlchen/Singdrossel bei 6–7h, 2025 deutlich schwächer

Die Tatsache, dass meteorologische Ereignisse im Datensatz so klar ablesbar sind, ist ein Qualitätsmerkmal der Station: Die Erfassung reagiert biologisch plausibel auf äußere Bedingungen und bildet keine technischen Artefakte ab. Anthropogene Störfaktoren durch reguläre Imkerei- und Pflegearbeiten am Bienenstand sind in allen Erfassungsjahren als gleichmäßig anzunehmen und beeinflussen Jahresvergleiche nicht systematisch.

6. Ausblick 2026

Die verfügbaren Daten aus Q1+Q2 2026 (220.600 Nachweise, ca. 110 Arten) deuten auf eine Fortsetzung mehrerer Trends hin. Besonders auffällig ist die Mönchsgrasmücke mit 34.977 Nachweisen in nur sechs Monaten (+226% gegenüber dem Vorjahreszeitraum), was erneut auf ein Brutpaar direkt am Mikrofon hindeutet und 2026 ähnliche Effekte auf die Diversitätsmetriken erwarten lässt wie die Nachtigall in 2025.

Die Klappergrasmücke setzt ihren Rückgang fort (98 NW Q1+Q2 2026 gegenüber 268 im Vorjahreszeitraum), ebenso der Teichrohrsänger (nur 10 NW in Q1+Q2 2026). Beide Arten sollten in der Vollauswertung 2026 als Schwerpunkte behandelt werden.

Positiv: Der Gartenrotschwanz erreicht in Q1+Q2 2026 bereits 10.432 Nachweise und bestätigt damit seinen Aufwärtstrend als konstantesten positiven Befund des Dreijahres-Datensatzes.

7. Fazit

Das automatische BirdNET-Pi-Monitoring am Bienenstand Ladenburg hat sich in zwei vollständigen Betriebsjahren als außerordentlich leistungsfähiges und zuverlässiges Citizen-Science-Instrument erwiesen. Mit 1.014.722 validierten Nachweisen aus 138 Vogelarten, einer Stationsverfügbarkeit von 99,6% und einer Vielzahl ornithologisch bedeutsamer Befunde – von der Phänologie der Nachtigall über Rote-Liste-Arten bis hin zum Erstnachweis des Waldkauzes – liefert der Standort einen wertvollen Beitrag zur Dokumentation der Vogelwelt im Neckar-Raum.

Die Stärke des Datensatzes liegt in seiner zeitlichen Dichte und Kontinuität: Kein menschliches Beobachtungsprogramm könnte 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr mit vergleichbarer Konsistenz erfassen. Diese Eigenschaft ermöglicht es, sowohl tagesrhythmische als auch phänologische und wetterbedingte Muster mit hoher Präzision zu detektieren.

Mit dem Fortschreiten der Zeitreihe – ab 2027 werden vier vollständige Jahrgänge vorliegen – wird der Datensatz für Trendaussagen zunehmend belastbarer. Die BAM-Station Ladenburg entwickelt sich damit zu einem wertvollen Langzeit-Monitoring-Instrument für die Biodiversitätsdokumentation im Rhein-Neckar-Raum.

Gesamtbewertung: Der Standort Bienenstand Ladenburg ist für akustisches Vogelmonitoring hervorragend geeignet. Die technische Infrastruktur ist stabil, der Datensatz ist valide, und die ornithologische Vielfalt – 138 Arten in zwei Jahren, darunter 17 Rote-Liste-Arten – übertrifft die Erwartungen an einen einzelnen urbanen Monitoring-Punkt deutlich.
Rote Liste: Rote Liste Brutvögel Deutschlands, 6. Fassung 2021, DRV/NABU · Kat. 1 = Vom Aussterben bedroht · Kat. 2 = Stark gefährdet · Kat. 3 = Gefährdet · V = Vorwarnliste · NW = Akustische Nachweise (keine Individuenzählung) · Alle Daten manuell validiert.